| |
MPEG-4-Video Standard
Seite 59 von 103
Technische Informatik
10.10.2003
FlexTime
umfasst
im
wesentlichen
zwei
Gruppierungsknoten,
den
TemporalTransform-Knoten, welcher flexible Objekte (dessen Kindsknoten
oder ESs, lokalisiert durch URLs) mit zeitlich beschränkten Parametern und
Veränderungen
definiert,
und
den
TemporalGroup-Knoten, der die
Beziehungen mit oben genannten Kommandos untereinander steuert.
Serverinteraktion
Der ServerCommand-Knoten erlaubt es dem Autor einfache Nachrichten
(Strings) zu versenden. Der Empfänger (meist der Server) wird durch eine URL
erreicht und die Mitteilung (Passwörter, Anfragen oder User-Informationen)
werden über ein Upstream-Kanal versandt.
5
Transport und Speicherung
Anders als bei MPEG-2, wo audiovisuelle Formate über einen Multiplexer zu einem
seriellen Bitstream kombiniert sind, um anschließend, entsprechend moduliert, über
Kabel oder Satellit verschickt zu werden, ging man bei MPEG-4 einen etwas anderen
Weg. Aufgrund der breiten Spanne heutiger Übertragungsmöglichkeiten (Internet,
Satellit, Kabel) und die damit verbunden Protokolle, hat sich das MPEG-4-Komitee dafür
entschieden eine klar definierte Schnittstelle zwischen der Repräsentation der Inhalte
und der Transportschicht zu bieten. Um eine synchronisierte Echtzeit-Übertragung zu
gewährleisten, verlangte dieses Ziel allerdings einige Anpassungen der MPEG-4-
Ströme an die unterschiedlichen Transport-Protokolle, was u.a. eine enge
Zusammenarbeit mit der Internet Engineering Task Force (IETF) nötig machte. Ein
weiteres wichtiges Feld war die Datenspeicherung, denn MPEG-4-Inhalte müssen ja vor
der Übertragung irgendwie archiviert werden. Man hat sich schließlich für die
Entwicklung eines eignen MPEG-4-Dateiformates entschieden, das stark an Apples
QuickTime® angelehnt war. Dieses Speicherformat sollte Anforderungen wie Capturing,
Editing, Downloading und Interchanging erfüllen.
Da sich für einen Betrachter Transport und Speicherung im Grunde gleichen, denn ob
ein Datenstrom übertragen wird oder von einer Datei stammt ist im Ergebnis das selbe,
wurde das Delivery Multimedia Integration Framework (DMIF) eingeführt, das beides
umfasst. Es bietet im wesentliche eine Schnittstelle, das Delivery Application Interface
(DAI), womit auf Inhalte oder Transport-Funktionen immer gleich zugegriffen werden
kann. Unterstützung findet die Übertragung schließlich noch über das FlexMux-Tool,
womit Daten unterschiedlicher Ströme und Multiplex-Mechanismen zusammengefügt
werden können.
5.1
Delivery Multimedia Integration Framework (DMIF)
Die Hauptaufgabe des DMIF (bereits in 2.4.5 beschrieben) ist es höheren Verarbeitungs-
Schichten Details über die eigentliche Herkunft und die Verarbeitungsschritte von Inhalten
zu verbergen und bietet virtuell alle bekannten Kommunikationsszenarien, wie z.B.
Dateispeicherung, Datenfernübertragung, Multicasting, Broadcasting oder interaktive
Realtime-Serverkommunikation.
Das
DMIF
bietet,
gemäß
ISO/OSI-Norm,
eine
Aufgabenschicht, genannt DMIF-Layer, von dessen Service oder Modulen der DMIF-User
gebrauch machen kann. Sie regelt Aufgaben und Kanäle und erlaubt die Übertragung von
|  |
|
| |
|
|