| |
MPEG-4-Video Standard
Seite 42 von 103
Technische Informatik
10.10.2003
Hierbei werden u.a. die Inhalte nach Genres unterteilt (Content-
ClassificationDescriptor),
registriert,
beschrieben
(KeyWord-
Descriptor) und deren Eignung (RatingDescriptor) für bestimmte
Zielgruppen (Jugendschutz) festgelegt. Jeder dieser Descriptors kann an ein OD
gebunden werden, d.h. alle ESs eines ODs teilen sich dieselben (statischen)
OCIs (Abb.17).
Object Descriptor
Audio
Source
event1
event2
event3
ESD1
ESD2
Abb.17 OCI-Strom mit mehreren OCI-Events
Eine Ausnahme macht der LanguageDescriptor, der separate Ströme
ansteuern kann, womit es z.B. möglich wird verschiedene Sprachversionen
desselben Inhalts zur Verfügung zu stellen.
OCIs, wie der KeyWordDescriptor oder der ShortTextualDescriptor
müssen nicht statisch sein, sondern können sich zeitlich dynamisch verändern.
Alle OCI-Features, die MPEG-4 bietet, sind auch im fortgeschritteneren MPEG-7
Standard enthalten, weshalb man wohl annehmen kann, dass das MPEG-7-
Framework das OCI-Format zukünftig ablösen wird. Ein Platzhalter für MPEG-7-
Ströme existiert bereits.
IPMP (Intellectual Property Management and Protection)
Anders als ein OCI-Strom bietet ein IPMP-Strom Mittel die Legitimation von
MPEG-4-Inhalte zu kontrollieren. Ein gutes Mittel die wachsenden Urheberrechts-
und Copyrightverletzungen einzudämmen. Das IPMP-Framework setzt sich aus
einem standardisierten Intellectual Property Identification Data-Set (IPI),
bestehend aus IPMP-Descriptors und IPMP-Streams, zusammen und liefert eine
Reihe von Tools, womit digitale Inhalte markiert und geschützt werden (digitale
Wasserzeichen). Um eine größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten,
standardisiert MPEG-4 nur das Interface zum IPMP-System, nicht jedoch das
System selbst. Eingegangen werden soll auf Bedürfnisse wie die Kontrolle von
IPs, Sender-Verifizierung, MPEG-4-Checks und den Schutz vor Raubkopien. An
Descriptors sind folgende verfügbar:
|  |
|
| |
|
|