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MPEG-4-Video Standard
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Technische Informatik
10.10.2003
Zeitliche Skalierung
Ermöglicht dem Decoder, nur einen Teil der Frames eines Videos abzuspielen.
Dabei stehen drei verschiedene Stufen zur Verfügung.
Qualitative Skalierung
Dabei wird der Bitstream in verschiedene Ebenen aufgeteilt, so dass bei
beliebigen Kombinationen trotzdem ein sinnvolles Signal übertragen wird. Die
Aufteilung erfolgt entweder bei der Übertragung oder beim Decodieren.
Sowohl die räumliche als auch die zeitliche Skalierung kann mit der Kodierung
beliebiger Formen kombiniert werden. Auch sind Kombinationen der zeitlichen mit der
qualitativen Skalierbarkeit erlaubt. Nur die Verbindung einer räumlichen mit einer
qualitativen Skalierung ist bis jetzt noch nicht möglich.
Im Allgemeinen besteht der Vorteil einer Skalierbarkeit darin Übertragungsfehler zu
kompensieren, indem wichtige Daten, gesendet über fehlerrobuste Kanäle, von
entbehrlichen Informationen, die über weniger stabilen Kanälen versendet werden,
getrennt werden.
3.5
Visual Texture Coding (VTC)
Um die Bedürfnisse der Industrie nach einem noch effizienterem Kodierungsschema,
mit Alpha-Überblendungen und der Möglichkeit mehrere Detailstufen einer Szene in
einen Strom zu vereinigen, zu befriedigen, übernahm MPEG-4-Visual die neue VTC-
Technologie in seinen Standard auf, die eine hohe Qualität, eine effiziente Kodierung
und skalierbare Texturen bieten sollte. VTC basiert auf der Wavelet Transformation
(inkl. Zero-Tree Kodierung) und unterstützt neben einer effizienten Texturbehandlung
auch eine effiziente Kompression über eine breite Spanne von Qualitätsstufen, eine
Kodierung beliebig geformter und texturierter Objekte, eine räumliche und qualitative
Skalierbarkeit herkömmlicher rechteckiger und beliebig geformter und texturierter
Objekte, eine robuste Übertragung auch über fehlerbehaftete Kanäle, Random Access
und mehrere Stufen einer Komplexitätsskalierbarkeit. Damit soll es möglich sein
photorealistisches 2D-/3D-Rendering über polygonen Meshes und hochauflösenden
Texturen zu realisieren. Mit Hilfe von Alphakanälen (binär und Gray-Scale) und der
Kodierung beliebiger Formen können Objekte beliebig perspektivisch im Raum
betrachtet werden. Um den Datenstrom stabil über drahtlose oder herkömmliche
Netzwerke zu befördern liefert VTC fehlertolerante Tools und mehrere
Komplexitätsebenen
passen
die
Daten,
vor
allem
auf
Decoderseite,
der
Leistungsfähigkeit der Anwendung an. Um diese Ziele zu erreichen, bedient sich die
MPEG-4-VTC folgenden Kern-Tools:
Wavelet- und Zero-Tree-basierte Kompressionsalgorithmen für eine effiziente
Kompression.
Eine an die Form angepasste Wavelet-Kodierung für die Kompression beliebig
geformter und texturierter Objekte.
Drei Quantisierungsschemas und zwei Wavelet Koeffizient-Scanning-Modes um
unterschiedlich feine Abstufungen bei der räumlichen und qualitativen Skalierung
von Objekten zu bieten.
Die Aufteilung des Bitstroms in Pakete für einen robusten Transport.
Ein Teilungsschema um den Speicherverbrauch des Encoders/Decoders zu
reduzieren und zur Unterstützung des Random Access.
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