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MPEG-4-Video Standard
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Technische Informatik
10.10.2003
2.4.1 Funktionalität
Der MPEG-4 zeichnet sich im wesentlichen durch acht neue Funktionen aus, die bereits
im Juli 1995 diskutiert und in der MPEG-4 Proposal Package Description (PPD)
zusammengefasst sind. Man stellte fest, welche Funktionen wohl zukünftig für
audiovisuelle Applikationen von Bedeutung wären, die gegenwärtige Standards jedoch
noch nicht (oder nur sehr unbefriedigend) bieten konnten. Die acht neuen bzw.
verbesserten Funktionen sind in drei Bereiche gegliedert und decken die drei Welten
TV/Film/Unterhaltung, PC und Telekommunikation ab [PeEb02]:
1. Content-based interactivity
Content-based multimedia data access tools
Soll effizienten Datenzugriff und Kontrolle über audiovisuelle Inhalte bieten, mit
Möglichkeiten
der
Verlinkung,
Kennzeichnung,
Löschung,
Auflistung,
Verschickens und des Browsings.
Content-based manipulation and bitstream editing
MPEG-4 soll mit Hilfe einfacher Syntax inhaltsbezogene Manipulation und
Bitstromänderungen vornehmen können, ohne die Ströme erneut kodieren zu
müssen.
Hybrid natural and synthetic data coding
Gebraucht werden effiziente Methoden natürliche mit synthetischen Szenen zu
verbinden, die trotzdem jederzeit durch den Decoder manipulierbar bleiben.
Improved temporal random access
Soll Methoden des random access für fast belieb vorgegebene Zeit- oder
Objektintervalle (z.B. einzelne Frames) ermöglichen.
2. Compression efficiency
Improved coding efficiency
Der wachsende Mobilfunk verlangt nach einer verbesserten Effizienz der
Kodierung. Das heißt verbesserte Qualität bei gleicher oder verringerter Bitrate.
Coding of multiple concurrent data streams
MPEG-4 soll die Möglichkeit haben multiple Ansichten eine Szene oder mehrere
Audioströme zu kodieren und zu synchronisieren. Dies soll zum Beispiel mehrere
Sichtwinkel einer Szene oder die 3D-Darstellung virtueller Realitäten in Spielen
und Simulationen gestatten.
3. Universal access
Robustness in error-prone environments
Festspeicher, sowie Kabel- und Funknetzwerke verlangen eine fehlerrobuste
Umgebung, vor allem für Low-Bit-Applikationen, die wenig Redundanz erlauben.
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